• Bernd Fricke

    Anekdoten

Zum Thema Nationalpark...

Die Mainpost zitiert am 25. Januar 2020 anläßlich des Geburtstages von Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) Ministerpräsident Markus Söder zum Thema Nationalpark Steigerwald:
 
Rot sehe der "schwarze Gerhard" nur, so Söder weiter, wenn die Rede auf einen eventuellen Nationalpark Steigerwald kommt. Da habe er, so der Ministerpräsident, schon als junger Umweltminister die Erfahrung gemacht, "dass bei ihm die innere Kettensäge losgeht". Und so verspricht er Eck an seinem Ehrentag: "Solange Du alles im Griff hast, gibt es unter keinen Umständen einen Nationalpark im Steigerwald." Da ist der Jubel im Saal groß.
 
Auf diesem Niveau wird der Nationalpark Steigerwald diskutiert?
 

Landwirte kritisieren oder in Schutz nehmen: Was jetzt?

In der Kreistagssitzung am 21.10.2019 wurde ein Antrag der ÖDP zum Glyphosatverbot auf kreiseigenen Grundstücken behandelt. Obwohl mit keinem Wort über die Landwirte gesprochen wurde, schimpfte der Bürgermeister von Heiligenstadt, Helmut Krämer, CSU, gleichzeitig auch der Vorsitzende des bayerischen Gemeindetages Sektion Landkreis Bamberg über den Antrag, dass er sich mit sowas überhaupt befassen müsse, und dass hiermit wieder die Bauern schlecht gemacht würden. Und jetzt kämen die Grünen noch mit so einem Antrag zum Klimanotstand, so ein Schmarrn.

Sein Sitznachbar, Herr Dr. Weghorn, ebenfalls CSU, beschwerte sich auch darüber, dass immer auf die Bauern geschimpft werde. Um dann in den nächsten Sätzen zu erklären, daß man schon darüber nachdenken müsse, ob es nicht nur wirklich qualifizierten Menschen erlaubt werden sollte, mit Spritzmitteln zu hantieren. Herr Krämer sagte dazu dann gar nichts.

Ohne Worte!

Gegensätze passend machen!

Aktuell nimmt der Landkreis am Projekt „Energieeffizienznetzwerke für Kommunen“ teil und lässt eine Machbarkeitsstudie zur Klärschlammtrocknung und seiner thermischen Verwertung im Flächenlandkreis Bamberg erstellen. Gleichzeitig ist es erklärtes Ziel der Klimaallianz bis 2035 CO2 frei zu sein. Bekannterweise entsteht bei der Verbrennung von Klärschlamm CO2. Auf die Frage wie denn diese zwei völlig gegensätzlichen Ziele vereinbar sind, konnte niemand eine Antwort geben. Natürlich gibt es Alternativen zur thermischen Verwertung.

Die Entdeckung der Langsamkeit!

Die Grünen luden ein zu einem Brunch im Hain beim Musikpavillion. Am Samstag um 11 Uhr. Bedingung: Jeder sollte mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Ich wohne in Stegaurach. Kein Problem dachte ich. Also schaute ich um 9 Uhr (noch zwei Stunden Zeit!) in den Fahrplan. Pustekuchen. Der Bus fuhr um 8.23 Uhr nach Bamberg, der Nächste um 11.42. Keine Chance! Also ging ich zu Fuss, brauchte 1 Stunde 10 Minuten, somit 90 Minuten weniger, als wenn ich um 8.23 Uhr mit dem Bus gefahren wäre.
Ein Kollege aus Lonnershof, Gemeinde Frensdorf, hätte schon Freitag nachmittag losfahren müssen. Als ich das Beispiel im Kreistag erzählte, um auf Verbesserungsbedarf hinzuweisen, meinte der Bürgermeister aus Heiligenstadt, sonst ein eifriger Befürworter den ÖPNV im ländlichen Raum zu stärken, das wäre doch kein vernünftiges Beispiel, wenn da Jemand aus irgendeinem Kaff am Samstag nach Bamberg mit dem Bus fahren möchte.
Verstehe wer kann!